Totenkopf, Schalke und Purzel

Woran denkt ihr bei den Worten Totenkopf, Schalke und Purzel?
Wenn ihr jetzt an die Umschreibung einer Blutgrätsche denkt liegt ihr völlig falsch. Diese drei Begriffe umschreiben einen schönen Hochzeitstag.
Glaubt ihr mir nicht? Dann lest hier weiter…

Vor der Kirche haben sich die ersten Gäste sowie der Bräutigam eingefunden. Die Sonne brennt heute und auf dem Weg vom klimatisierten Auto bis zur Kirche bin ich schon durchgeschwitzt. Im Gegensatz zum Bräutigam hab ich mir heute allerdings das Sakko sparen können.

Noch eine Zigarette und die Gäste verabschieden sich in das kühle Gewölbe. Da ich auf die Braut warte, stehe ich draussen und schwitze leise in mich rein. Nicht lange und ein schwarzer Mercedes biegt auf den Innenhof ein. Die Braut ist da.

Ich gehe schonmal auf meinen Platz vorne neben dem Bräutigam und Musik setzt ein. Ihr glaubt nicht, was für ein Lied gespielt wurde. Ein klassischer Hochzeitsmarsch. Bei wem es jetzt nicht klingelt, das ist das Lied was immer im Fernsehen gespielt wird, wenn es um Hochzeiten geht. 😉
So blöd die Umschreibung auch klingen mag, live von der Orgel und in diesem Moment war das einfach nur passend und schön.

Wenn der da vorne heult, dann heirate ich den nicht!

Den Satz habe ich beim Sektempfang gehört und ich finde der passt hier schön rein um die Aufmerksamkeit zu steigern. 🙂

Judith kommt mit ihrem Vater den Gang entlang und wird von Chris vorne mit einem kleinen Kuss begrüsst. Beide steigen die Treppen hoch und setzen sich – offensichtlich war Chris stark genug seine Gefühle im Zaum zu halten. 🙂

Nach einer Lesung und dem segnen der Hochzeitskerze erfolgt der traditionelle Ringtausch. Der Pastor steht mit dem Rücken zu den Gästen und ich versuche eine Lücke zu finden um den Ringtausch in Bildern festzuhalten und nicht den Gästen, die was sehen könnten, die Sicht zu versperren. An dieser Stelle entschuldige ich mich im bei den eventuell betroffenen Gästen – den Brautpaaren hinterher sagen zu müssen, dass ich keine Bilder gemacht habe, damit die Gäste Alles sehen können ist für mich keine Option! 🙂
Ich freue mich an dieser Stelle immer auf die Fürbitten.  Man erkennt schnell, wer emotional ganz vorne mit dabei ist.

Die Orgel spielt, Judith und Chris verlassen die Kirche.

Draußen gibts erstmal ein Brautpaar-High-Five! Das sollte meines Erachtens auch mal Tradition werden. 🙂

Die Gäste lassen nicht lange auf sich warten, freuen sich und überhäufen die Eheleute mit Glückwünschen.

Der Abschluss sind dann schöne Gruppenfotos sowie ein Foto des Brautpaares vor dem Mercedes bevor wir in die Gruga zum Brautpaarshooting fahren.

Ich bin vorgefahren und besorge an der Parkkasse schonmal die Eintrittskarte. Nicht für mich – Rüttenscheider haben eine Jahreskarte und Fotografen erst recht. 😉

Ich schweife ab. Da wir durch das Probeshooting schon wussten, was für Fotos und Motive wir machen wollten, ging das Shooting recht schnell. Sehr schnell. Die Fotos waren rubbeldiekatz im Kasten. Sieht man nicht, wie ich finde. Was sagt ihr?

Die Beiden haben sich als Location den Purzel in Essen ausgesucht. Weg zur Platte, kennste? Sonst ma googeln. Wir waren auch hier zügiger als gedacht vor Ort. Das geplante Spalier musste somit noch schnell gebildet werden.

Bei Purzel wurde aufgrund des Wetters draußen eingedeckt. Die Terrasse ist somit festlich gedeckt und alle Gäste sind wieder in Gespräche vertieft. Der Trauzeuge steht mit Accessoires und einer Instax bereit und macht von jedem Pärchen ein Sofortbild. Dieses kann dann ins Gästebuch geklebt und als persönliche Seite ausgestaltet werden.

Für gute Musik sorgt Stephan. Jetzt kommt etwas Schleichwerbung – google mal nach „escmusic“ und sagt ihr seid über diesen Blog auf ihn aufmerksam geworden. 😉 Wo war ich noch gleich? Ach ja, gute Musik. 😛

Kurz nach unserer Ankunft geht dieser Tag für mich zu Ende und ich freue mich aus den Schuhen raus zu kommen.

Ach, ich hab noch zwei Sachen vergessen. Der Titel hat drei Schlagworte von denen bisher nur eins aufgelöst wurde. Die anderen Beiden Worte finden sich im Manschettenknopf und der Gürtelschnalle wider. Hier der Beweis..

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